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1045
Erste urkundliche Erwähnung von
Schaffhausen. König Heinrich III.
verleiht Graf Eberhard von Nellenburg
das Münzrecht für den Ort «Scafhusun»
und damit eines der grundlegenden
Privilegien mittelalterlicher Städte.
1049
Gründung des Benediktinerklosters
Allerheiligen durch den Stadtherren
Eberhard von Nellenburg. 1064 Weihe
der ersten bescheidenen Klosteranlage.
1080
Eberhards Sohn, Graf Burkhard von
Nellenburg, schenkt die Stadt
Schaffhausen mit allen zugehörigen
Rechten dem Kloster Allerheiligen. Der
Abt wird damit Stadtherr, überträgt
jedoch die Ausübung der Herrschaft
dem Schutzvogt.
1120
In den Auseinandersetzungen zwischen
Kaiser und Papsttum stellt sich
Schaffhausen auf die Seite Roms und
wird durch Konrad von Zähringen
belagert.
1218
Kaiser Friedrich II. erhebt Allerheiligen
zum Reichskloster. Schaffhausen wird
dadurch - gleichzeitig mit Zürich und
Bern - zu einer reichsfreien Stadt.
1272
Erste Erwähnung eines städtischen
Rates. Die politische Führung war im
13. Jahrhundert nach und nach vom
Kloster auf den Adel und die reichen
Kaufleute übergegangen.
1330
Verlust der Reichsfreiheit: Schaffhausen
wird von König Ludwig dem Bayer aus
politischen und finanziellen Gründen an
die Herzöge von Österreich verpfändet.
1411
Einführung der Zunftverfassung (10
Handwerkerzünfte und die beiden
Gesellschaften der Herren und der
Kaufleute). Die Bürgerschaft prägt
fortan das öffentliche Leben der Stadt.
1415
Wiedererlangung der Reichsfreiheit. Die
Behauptung dieser Stellung zwingt
Schaffhausen zu einer intensiven
Bündnispolitik.
1454
Erstes Bündnis mit den Eidgenossen:
Schaffhausen wird zugewandter Ort.
1501
Definitive Aufnahme Schaffhausens in
den Bund der Eidgenossen (als 12. Ort,
im gleichen Jahr wie Basel).
1529
Einführung der Reformation in
Schaffhausen. Aufhebung der Klöster
und Verstaatlichung ihrer Güter.
1798
Die alte politische Ordnung wird unter
französischem Druck gestürzt. Die
Landschaft erhält, nach verschiedenen
Verfassungsrevisionen, erst 1834 die
volle Gleichberechtigung.
1831
Trennung von Staats- und Stadtgut. Die
Stadt konstituiert sich als Gemeinde
(erste Verfassung vom 29. Oktober
1831).
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