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Im deutschen Sprachraum gab es bis zum 12. Jh. nur Vornamen. Der Übergang zu erblichen Familiennamen wurde wegen der Ausweitung der Handelsbeziehungen und des Anwachsens der Städte
notwendig. Die Rechtsgeschäfte erforderten eine genaue Unterscheidung von Personen, was bei den vorher üblichen Vor- oder Taufnamen nicht möglich war. In Italien erfolgte dieser Übergang schon im 8./9. Jh.
Um 1200 setzten sich – im deutschen Sprachgebiet – die bürgerlichen Namen zu 78% aus Herkunftsnamen [HN]
(wie Koblenz, Speyer, Straubinger usw.), zu 20 % aus Ruf- oder Vornamen [VN] (wie Martin, Thoma, Philips, Reiner, Endres usw.) und zu 2% aus Übernamen [ÜN], die nach geistigen und körperlichen Merkmalen gebildet wurden, (wie Klein, Großmann, Sauer, Eberhardt, Eichhardt, Frech, Hartmann, Stark usw.) zusammen. Ab 1300 kamen die Berufsnamen [BN] (wie Müller, Schneider, Schmidt, Tressel usw.) und Wohnstättennamen [WN] (wie Bachmann, Berg, Ortmann, Rosner usw.) in Mode. Während die Berufs- und Übernamen bis zum Jahr 1500 auf 20 bzw. 30% anstiegen, sank der Anteil der Herkunftsnamen in drei Jahrhunderten auf 30 % ab. Ferner gibt es noch örtliche Namen [ÖN], die auf lokale – örtliche – Namen hinweisen (wie Antretter, Auer, Hollenberger, Stegmaier u. a.).
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Die meisten Familiennamen entstanden zwischen dem 14. u. 16. Jahr-
hundert z.B. aus Berufsbezeichnungen oder Ortsnamen. Eine Berufsbe-
zeichnung bez. Ortsbezeichnung passend zum Namen Stohn konnte bisher
nicht gefunden werden.
Vielleicht kommen wir hier weiter, wenn wir etwas mehr über die Herkunft
der Stohns wissen.
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