Helmut Stohn

geb. 19.12.1921, gefallen auf  See im 2. Weltkrieg am 27.05.1941, diente auf dem Kriegsschiff “Bismarck” als Gefreiter bis zu ihrem Untergang am 27.05.1941. 

Marine Ehrenmal Laboe in Kiel, Gedänkstätte für die auf See Gefallenen.  Hier ist auch Helmut Stohn in einem Gedenkbuch eingetragen. 

Ehrenmal
Bismark klein
Bismarck

27.05.1941, ab 8.45 eröffnen britischen Kriegsschiffe das Feuer auf die Bismarck. Letzte Aufnahme der Bismarck am Morgen des 27.05. von einem britischen Kreuzer aus. Um 10.36 geht die Bismarck unter. An diesem Tag sterben innerhalb weniger Stunden 1977 Mann Besatzung, unter ihnen auch Helmut Stohn.

DER UNTERGANG DER BISMARK: Nach ihrem Blitzsieg gegen die Hood am 24.Mai 1941 mußte die BISMARCK wegen der erlittenen Schäden den Plan eines Handelskriegs im Atlantik aufgeben und versuchte, allein die von deutschen Truppen besetzte französische Atlantikküste zu erreichen. Nach dem Seegefecht am Ausgang der Dänemarkstraße gelang es den britischen Kreuzern NORFOLK und SUFFOLK zunächst, Fühlung mit BISMARCK und PRINZ EUGEN zu halten. Um 18,00 Uhr wurde PRINZ EUGEN entlassen, um allein Handelskrieg zu führen, mußte aber am nächsten Morgen gegen 04,00 Uhr die Fühlunghalter abschütteln und ging auf Südostkurs. Am Vormittag des 26.Mai sichtet ein Catalina-Flugboot zufällig die BISMARCK. Am Nachmittag starten 15 veraltete Swordfish-Torpedoflugzeuge von dem Flugzeugträger ARK ROYAL, greifen aber versehentlich den Kreuzer SHEFFIELD an - ohne Erfolg, da die Magnetzünder der Torpedos versagen. Gegen Abend starten erneut 13 Swordfish, deren Torpedos diesmal mit Aufschlagszünder bestückt sind, und erzielen zwei Treffer auf der BISMARCK: einen harmlosen Treffer am Seitenpanzer und einen folgenschweren Treffer in der Ruderanlage. Das Backbordruder klemmt in Ruderlage 15 Grad - das Schiff ist manövrierunfähig. In der Nacht kann die BISMARCK noch mehrere Zerstörerangriffe abwehren, dann eröffnen um 08.47 bzw. 08.49 Uhr die britischen Schlachtschiffe KING GEORGE V. und RODNEY das Feuer auf den manövrierunfähigen Riesen. Die BISMARCK erwidert das Feuer aus allen Rohren, doch schon um 09.02 Uhr fallen die beiden vorderen Geschütztürme aus. Um 10.00 Uhr schweigen die letzten deutschen Waffen. Aus Brennstoffmangel müssen die britischen Schlachtschiffe den Rückmarsch antreten, obwohl die BISMARCK noch schwimmt. Die Kreutzer NORFOLK und DORSETSHIRE greifen das wehrlose Wrack mit mehreren Torpedos an. Um 10.36 Uhr geht die BISMARCK  unter. 110 Überlebende werden von britischen Schiffen geborgen, fünf weitere später von U 74 und dem deutschen Wetterschiff SACHSENWALD. Am 5. Juni 1989 entdeckte der Amerikaner Robert D.Ballard an Bord seines Forschungsschiffs STAR HERCULES und mit Hilfe des Unterwasserroboters ARGO das Wrack der BISMARCK in 4790m Tiefe, in aufrechter Lage und in einem Stück auf dem Meeresgrund. Die Entfernung zur rettenden Küste der Bretagne beträgt 970 km - nur wenig außerhalb der Reichweite landgestützter Flugzeuge, die der BISMARCK hätten zu Hilfe kommen können. Die genaue Position der Fundstelle wurde nicht bekanntgegeben, um keine Souvenirjäger anzulocken.
 

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